Übersicht: Dieser Leitfaden hilft Zahnarztpraxen dabei, wirtschaftlich lohnende und vorhersehbare Fälle für transparente Aligner zu identifizieren und die Behandlungsdauer mithilfe des „Regel der 3"-Rahmens zu schätzen.
Fallvorhersehbarkeit mit der Regel der 3 bewerten
Die „Regel der 3" ist ein Rahmen zur Beurteilung der Fallvorhersehbarkeit anhand spezifischer Behandlungsziele. Verfolgen Sie mithilfe dieses Leitfadens, wie viele der folgenden Ziele auf einen potenziellen Aligner-Fall zutreffen:
Vorhersehbare Behandlungsziele
Mittelliniendiskrepanz: Maximal 1,5 mm Verschiebung pro Kiefer; erfordert interproximale Reduktion (IPR) und ausreichenden Overjet.
Overjet-Reduktion: Erfordert IPR am Oberkiefer.
Offener-Biss-Reduktion: Anteriore offene Bisse sind nur bei einem Verschluss von 1–2 mm gut vorhersehbar.
Weitere Ziele: Umfasst Overbite-Korrektur, anteriore Lücken pro Kiefer, anteriore Engstände pro Kiefer und Kreuzbiss pro Zahn.
Behandlungsdauer mit transparenten Alignern schätzen
Kliniker sollten die folgenden Schwellenwerte verwenden, um Patienten einen Behandlungszeitraum zu nennen:
Kurze Behandlungsdauer (6–8 Monate): Fälle mit drei oder weniger Behandlungszielen.
Mittlere Behandlungsdauer (12–14 Monate): Fälle mit vier oder mehr Behandlungszielen ODER moderaten anterioren Lücken/Engständen bis zu 6 mm.
Kontraindikationen für transparente Aligner prüfen
Bestimmte Zahnerkrankungen verringern die Vorhersehbarkeit der Ergebnisse mit transparenten Alignern erheblich und können alternative Behandlungen erfordern.
Klasse-III-Fälle: Clear Aligners Powered by Dandy sind bei Klasse-III-Malokklusionen nicht indiziert.
Zerstörtes Gebiss: Fehlende posteriore Abstützung, Verlust der vertikalen Dimension oder kompromittierte parodontale Verhältnisse verringern die Verankerung und Vorhersehbarkeit.
Retinierte Zähne: Diese können zu Wurzelresorptionen führen oder einen chirurgischen Eingriff erfordern.
Wechselgebiss: Bei Kindern und Jugendlichen sind das Gesichtswachstum und der Zahndurchbruchszeitpunkt besonders zu berücksichtigen.
Ektopische Zähne: Diese Zähne erfordern ein spezialisiertes Management und Hilfsmittel.
Häufige Malokklusionstypen identifizieren
Die Erkennung spezifischer Zahnfehlstellungen ist entscheidend, um festzustellen, ob ein Patient für eine Behandlung mit transparenten Alignern geeignet ist.
Beschreibungen der Malokklusionen
Overbite (Tiefbiss): Die oberen Frontzähne überdecken die unteren Frontzähne vertikal erheblich.
Underbite (Unterbiss): Die unteren Frontzähne ragen bei geschlossenem Kiefer über die oberen Frontzähne hinaus.
Kreuzbiss: Die oberen Zähne liegen beim Zubeißen innerhalb der unteren Zähne statt außerhalb.
Engstand: Unzureichender Platz im Kiefer führt dazu, dass Zähne sich überlappen oder verdrehen.
Lückengebiss: Sichtbare Lücken oder „Diastemen" bestehen zwischen zwei oder mehr Zähnen.