Verwaltung der Produktauswahl und klinischen Anwendung von CMD/KG-Schienen

Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen richten sich ausschließlich an zugelassene Zahn- und Gesundheitsfachkräfte, dienen rein informativen Zwecken und stellen keine medizinische oder zahnmedizinische Beratung dar und ersetzen nicht das klinische Urteilsvermögen. Der behandelnde Kliniker trägt die alleinige Verantwortung für alle diagnostischen und therapeutischen Entscheidungen, die im Zusammenhang mit der Patientenversorgung getroffen werden.

Übersicht: Dieser Leitfaden enthält Spezifikationen für Dandys individuelle intraorale TMD-Apparaturen, darunter den Anterior Deprogrammer, das NTI-Gerät, die Dawson B-Splint und die Gelb Appliance, um die klinische Diagnose und Auswahl zu unterstützen.

TMD-Apparaturen – Produktübersicht

Merkmale und Vorteile des Anterior Deprogrammer

Der Anterior Deprogrammer ist eine individuelle Apparatur, die den gesamten Zahnbogen abdeckt. Der Anterior Deprogrammer verwendet eine anteriore Rampe, um die Seitenzähne zu diskludieren. Diese Disklusion hilft dabei, die Kiefermuskulatur neu zu trainieren und Bruxismus zu verhindern. Der Anterior Deprogrammer wird in erster Linie im maxillären (oberen) Zahnbogen eingesetzt.

  • Vollständiger Zahnbogenschutz: Der Anterior Deprogrammer bietet durch die vollständige Zahnbogenabdeckung Zahnschutz.

  • Verbesserte Retention: Der Anterior Deprogrammer bietet aufgrund des Vollbogendesigns eine bessere Retention als das NTI-Gerät.

  • Okklusionsinterferenz: Die Abdeckung der Seitenzähne kann zu einer gewissen Okklusion führen, die das Muskelumtraining des Kiefers beeinträchtigen kann.

Spezifikationen und Anwendung des NTI-Geräts

Das NTI-Gerät ist eine kleine, unauffällige Apparatur, die an den Frontzähnen platziert wird. Das NTI-Gerät verhindert die Okklusion der Seitenzähne, um Bruxismus zu hemmen und Stress zu lindern. Das NTI-Gerät bedeckt speziell die Zähne #7 bis #10 im maxillären (oberen) Zahnbogen.

  • Muskelumtraining: Das NTI-Gerät verhindert die Okklusion vollständig, wodurch die Muskulatur des Patienten darauf trainiert wird, den Bruxismus zu beenden.

  • Herausforderungen bei der Retention: Aufgrund der geringen Größe des NTI-Geräts können einige Patienten Schwierigkeiten mit der Retention haben.

Unterstützung der Kieferbewegung durch die Dawson B-Splint

Die Dawson B-Splint ist eine Apparatur, die sowohl den oberen als auch den unteren Zahnbogen abdeckt. Die Dawson B-Splint verhindert die Okklusion der Seitenzähne, um Bruxismus zu hemmen, und ermöglicht gleichzeitig horizontale Kieferbewegungen.

  • Vollständiger Zahnbogenschutz: Die Dawson B-Splint bietet Abdeckung für beide Zahnbögen und gewährt so vollständigen Schutz.

  • Bewegungsunterstützung: Die Dawson B-Splint erleichtert und unterstützt laterale und exkursive Kieferbewegungen.

  • Kein Muskelumtraining: Die Dawson B-Splint trainiert die Muskulatur des Patienten nicht um.

Posteriorer Schutz durch die Gelb Appliance

Die Gelb Appliance sitzt auf den Seitenzähnen und repositioniert den Unterkiefer, um die Kieferposition zu kontrollieren und übermäßige Kräfte zu vermeiden. Die Gelb Appliance erhält die Form des Unterkieferzahnbogens und bewegt den Kondylus in eine mehr anteriore Position.

  • Unterkieferpositionierung: Die Unterkieferbewegung resultiert in einer inferioren Position in der Fossa und vergrößert die vertikale Öffnung zur Schmerzlinderung.

    Mehr Zungenraum: Die Gelb Appliance ermöglicht mehr Zungenraum, da die Gelb Appliance keine anteriore Abdeckung aufweist. Dies kommt Patienten zugute, die schnarchen oder an Schlafapnoe leiden.

  • Kein Muskelumtraining: Die Gelb Appliance trainiert die Muskulatur des Patienten nicht um.

Klinische Auswahl der TMD-Behandlung

Klinische Untersuchung und Anforderungen an die Bildgebung

Um einen TMD-Patienten korrekt zu diagnostizieren, sollten Behandler geeignete Bildgebungsverfahren einsetzen, um die Ursache der Hauptbeschwerden zu verstehen. Die Ursache umfasst typischerweise muskuläre Probleme oder Gelenkschäden (Erosion, Fehlstellung, Knorpelschäden oder Traumata).

Erforderliche diagnostische Bildgebung:

  • Röntgenaufnahmen

  • CBCT-Scans

Screening-Fragen zur Patientenbeurteilung

Verwenden Sie die folgenden Fragen, um festzustellen, ob die TMD-Ursache muskulärer oder gelenkbedingter Natur ist:

  • Haben Sie häufig oder regelmäßig Kopfschmerzen?

  • Sind Ihre Kiefermuskeln manchmal schmerzhaft oder empfindlich?

  • Sind Ihre Gelenke beim Essen oder Kauen schmerzhaft oder empfindlich?

  • Macht Ihr Kiefer Geräusche, wie Knacken, Klicken oder Knallen?

  • Blockiert Ihr Kiefer beim Öffnen oder Schließen?

  • Haben Sie Zähne, die empfindlich oder unangenehm sind?

  • Haben Sie früher eine Schiene oder einen Knirscherschutz getragen?

  • Hatten Sie jemals eine Kiefer- oder Gesichtsverletzung?

Auswahlhilfe nach klinischem Bedarf

Wählen Sie die geeignete Apparatur anhand dieser spezifischen klinischen Ziele aus:Patienten mit temporalen Kopfschmerzen

Apparatur Bester klinischer Anwendungsfall
Anterior Deprogrammer

Am besten geeignet für Fälle, die eine vollständige Zahnbogenabdeckung und Muskelumtraining erfordern.

NTI Device

Am besten geeignet zur Bruxismusprävention und Behandlung von Patienten mit temporalen Kopfschmerzen.

Dawson B-Splint

Am besten geeignet für die Langzeitanwendung, zur Unterstützung exkursiver Bewegungen und zur Verhinderung einer posterioren Supereruption.

Gelb Appliance

Am besten geeignet zur Unterstützung des Kiefergelenks, zur Schmerzlinderung und für Patienten mit Atemwegsbehinderungen.

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